Logopädie


In der Logopädie werden Störungen der sprachlichen und nicht-sprachlichen Kommunikation behandelt. Hinzu kommen die Therapie von Schluckstörungen und Gesichtslähmungen.

 

Die Fähigkeit zur sprachlichen Kommunikation kann auf vielfältige Weise beeinträchtigt sein. Neben klassischen Aphasien (d.h. zentralen Sprachstörungen mit Beeinträchtigung der "inneren Struktur" von Sprache) werden Lese- und Schreibstörungen, Sprechapraxien und Dysarthrophonien/Dysarthrien angetroffen.
 
Dem Zusammenhang zwischen kommunikativer Kompetenz und der Aussicht auf erfolgreiche Wiedereingliederung in das Erwerbs- bzw. Alltagsleben wird besondere Aufmerksamkeit zuteil. 
 
Im Umgang mit aphasischen Patienten muss man eine Reihe von Grundprinzipien beachten: Mit den betroffenen Patienten muss klar artikuliert, langsam und inhaltlich eindeutig gesprochen werden. Patienten mit vermindertem Sprachantrieb und/oder Broca-Aphasie sollen regelmäßig zum Sprechen angeregt werden, übermäßiges Korrigieren sollte unterbleiben. Auf nicht sprachliche Techniken der Kommunikation (z.B. Gestik) sollte so spät wie möglich zurückgegriffen werden. Es ist die Aufgabe der sprachtherapeutischen Abteilung, diese Regeln (z.B. im Rahmen von Fallkonferenzen) den Vertretern der übrigen therapeutischen Berufsgruppen sowie den Angehörigen der aphasischen Patienten zu vermitteln und diese im Umgang mit den Betroffenen zu viel Geduld anzuhalten.